Prognosefokus

Das mundanastrologische Forschungs-Journal

Logbuch 1. Mai Hamburg: Prognose und erlebte Wirklichkeit

von Hans-Werner Wolters,
und Wolfgang Scheer als Zeitzeuge direkt am Ort der Demonstration als Berichterstatter ..

Bereits am späten Abend des 30.04. kam es im Hamburger Schanzenviertel zu Krawallen. In meiner Prognose vom 29.04.2008 ist zu lesen:

Ich denke, dass diese Tendenz in etwa solange besteht, bis der Mond in den Orbis eines Quinkunx zum Aszendenten des MTH gelangt. Nimmt man den Orbis nicht zu groß mit etwa 2-3 Grad an, so könnte die Lage teilweise ab den späten Abendstunden des 30.04. bis etwa 2-3 Uhr morgens nach Mitternacht etwas schwieriger werden. Zeitgleich mit dem Quinkunx zum Aszendenten erreicht der Mond dann das Anderthalbquadrat zum Mars des MTH in Feld 10. Ab dieser Zeit sind die Möglichkeiten zur Schlichtung, Beruhigung, Deaskalation, deutlich reduziert. Besser wäre für die Demonstranten, sich in diesen Nachtstunden früh schlafen zu legen und den Konfrontationen so sehr elegant aus dem Weg zu gehen, denn diese bringen wirklich nichts. Insgesamt besteht also die Tendenz, dass es bereits in dieser Zeit Situationen gibt, in denen sich die Polizei gefordert sieht.“

Nachdem am frühen Mittwochabend rund 1000 demonstrierende Linke friedlich vom Stadtteil Ottensen ins Schanzenviertel gegangen waren, kam es am späteren Abend zu Krawallen.

Der Spiegel schreibt am Morgen des 1. Mai in dem Artikel zu dem Krawall am Vorabend

1. Mai: Krawalle in Hamburg – friedliche Feiern in Berlin“:
Hamburg – Um 22:50 Uhr fingen im Hamburger Schanzenviertel auf der Straße Schulterblatt die Randale an. Auf der Kreuzung vor dem Autonomen-Zentrum Rote Flora errichteten Randalierer eine brennende Barrikade. Etwa ein Dutzend Protestler mit schwarzen Kapuzenpullovern entwendete weiße Mauersteine von einer Baustelle, zertrümmerte diese auf der Straße. Einige Randalierer warfen die Steinbrocken gegen die Schaufenster und Geldautomaten der gegenüberliegenden Sparkassen-Filiale. [..] Mehrere Randalierer wurden festgenommen, wie eine Polizeisprecherin der Nachrichtenagentur AP sagte. Die genaue Zahl der Festnahmen konnte sie bislang nicht angeben. Augenzeugen berichteten von einem massiven Polizeiaufgebaut, auch Wasserwerfer fuhren auf.

Mehrere Hundertschaften kesselten die Straße Schulterblatt ein, räumten die Barrikaden ab. Viele der Randalierer flüchteten in die Rote Flora. Die Beamten postierten vor den Ausgängen des Gebäudes Wachen. Mindestens ein Randalierer wurde abgeführt, berichteten Augenzeugen. Der Abgeführte wehrte sich heftig, zwei Polizisten drückten ihn zu Boden.

Die Situation beruhigte sich schnell wieder. Um 23:20 Uhr war die Randale vorbei. Die Polizei riegelte die umliegenden Straßen noch eine Weile ab, um 23:45 Uhr rückten die Einsatzfahrzeuge ab. Die Straße ist seitdem für Autos wieder passierbar.“

Dabei wird mir beim Schreiben dieses Artikels klar, dass mir bei der Recherche ein großer Fehler unterlaufen ist. Tatsächlich ging ich davon aus, dass sowohl der Aufmarsch der Rechtsradikalen als auch derjenige der linken Szene um 10:00 Uhr MESZT beginnen. Mir wurde sofort klar, dass die verschiedenen Anfangszeiten so gelegt sind, dass die Gruppen möglichst nicht in größerem Umfange miteinander in Verbindung kommen sollen und erleichtert nehme ich dabei zur Kenntnis, dass sich der Tao auf die Demonstration vermutlich nicht so massiv auswirken wird, wie ich das prognostiziert hatte.

Wirklich nicht?

Meine Uhr zeigt jetzt 11:38 Uhr MESZT.

Wolfgang Scheer hält sich schon den ganzen Morgen in der Nähe der geplanten Gegendemonstration auf. Vor etwa 20 Minuten berichtete er über Handy über hoch lodernde Flammen und einer gewaltigen Rauchsäule geschätzt mehrer Hundert Meter Luftlinie von ihm entfernt. Im Augenblick als er das Feuer wahrnimmt, befindet er sich am Bahnhof Barmbek. ‚Ich möchte doch im Netz recherchieren, was da los ist‘, bittet er mich. Leider finde ich dazu nichts, schalte daher den Fernseher ein um irgendwo Mittagsnachrichten zu sehen. Jetzt, gerade um 11:38 Uhr hat er erneut angerufen. Das Feuer ist in einem großen Reifenlager hinter einer Tankstelle entstanden. Die Feuerwehr und auch Ordnungskräfte müssen sich nun buchstäblich vermutlich stundenlang damit beschäftigen. Wolfgang glaubt zu erkennen, dass dieses Feuer recht groß ist und nicht in kurzer Zeit gelöscht werden kann. Hier in Hamburg-Osdorf bin ich zu weit davon entfernt um irgendetwas davon auszumachen.

Gegen 11:40 Uhr telefonieren wir erneut. Wolfgang ist kurz entschlossen mit seinem Fahrrad hingeradelt. Das Feuer lodert im Reifenlager einer Aral-Tankstelle auf der Habichtstraße unweit der U-Bahnlinie, die dort in der Nähe des Brandes die Habichtstraße überquert. Die Habichtstraße ist von Feuerwehrfahrzeugen zugestellt, der U-Bahn-Betrieb dieser Linie ist eingestellt, weil nicht nur das Reifenlager, sondern auch die Böschung brennt. Die Rauchentwicklung ist extrem. Wir wissen nicht, ob die Habichtstraße ein Teil der Demonstrations-Route der Ultrarechten ist, können also nicht sagen, ob dadurch deren Demonstration behindert wird. Es liegen derzeit auch keinerlei Erkenntnisse darüber vor, ob dieses Feuer gelegt oder zufällig entstanden ist. Es ist jetzt genau 12 Uhr. Die n24-Nachrichten beginnen ..

Auf n24 wird gemeldet, dass im Hamburger Stadtgebiet offenbar mehrere Feuer gelegt wurden. Dadurch sei der Zugverkehr zum Teil eingestellt worden und dies seit der Grund, dass die Überzahl der Rechtsradikalen zur Zeit keine Möglichkeit hat, den Versammlungsort zu erreichen. Dort befindet sich derzeit nur eine kleine Schar, die wie auf den Fernsehbilder zu erkennen vielleicht kaum hundert Personen ausmacht. Ihnen gegenüber durch die Polizeiabsperrung getrennt stehen ein paar tausend linksgerichteter Demonstranten. Dort in Barmbek ist es zur Zeit also ruhig, doch liegt natürlich eine beträchtliche Spannung in der Luft. Gerade 12:26 Uhr ruft Wolfgang an und gibt durch, dass nunmehr von den Neonazis nichts mehr zu sehen sei, er sehe nur noch Polizei. Vermutlich seien es so wenige, dass sie sich geschlossen in den Bahnhof zurückziehen konnten. Gegen 12:30 Uhr ruft Wolfgang erneut an. Wie die Rechtsradikalen durch das Feuer daran gehindert worden seien, sich zu versammeln, habe dadurch aber auch die Gegendemonstration nicht pünktlich beginnen können. Jetzt erst setze sich der Demonstrationszug in Bewegung.

n24 hatte in den Mittagsnachrichten außerdem gemeldet, dass die Polizei daran geht die 4 Kilometer lange Strecke des Demonstrationszuges der Neonazis komplett mit Metallzäunen abzusperren, damit diese nicht mit den Linksradikalen in Berührung kommen. Wie geht es nun weiter?

In der Prognose hieß es für die zuvor in ihrem Geschehen beschrieben Zeitspanne:

„Am Vormittag des 01. Mai um 11:12 Uhr Minuten erreicht der transitierende Mond den Radixort des Uranus. Wir wissen aus Erfahrung, dass dieser Aspekt im Zulauf schon deutlich früher wirksam wird. Da die Demonstration der Rechtsradikalen um 10 Uhr am Morgen beginnt, ist damit zu rechnen, dass gemäß der Mond-Uranus-Konjunktion die Ereignisfolgen sehr rasch ablaufen, Situationsänderungen zumeist blitzschnell und oft zu diesem Zeitpunkt unerwartet eintreten können. Wenn wir diesem Aspekt 1 Grad Orbis für die Ereignisauslösung beimessen, dann könnte dieser Aspekt theoretisch schon ab 09 Uhr am Morgen zu bemerken sein.

Etwa gegen 10:30 Uhr erreicht der laufende Aszendent allerdings den Mars des MTH, steht also direkt in Konjunktion mit ihm. Ich sehe zu diesem Zeitpunkt die Tendenz zu einer Eskalation, zumal der Mond auf rund 15 Grad Fische stehend allmählich in den Orbis eines markanten Tao-Aspektes zu Saturn läuft wie er ja gleichzeitig in der Konjunktion mit dem Radix-Uranus steht. Der Tao steht für eine Zäsur. Zu diesem Zeitpunkt ist die Gefahr einer Eskalation der Gewalt besonders groß, denn die Stimmung wird beträchtlich aufgeheizt sein. Astrologisch wird dem Tao die Bedeutung eines Einschnittes gegeben in dem Sinne, dass die Konfrontation zu einer Grenzsituation führt, die zu einem abrupten Ende des bisherigen Verlaufs, der bisher erfolgten Konfrontation der gegensätzlichen Energien oder Prinzipien führt.“

Die in der Prognose beschrieben Zäsur bestand also in dem Feuer und den damit verbundenen Begleiterscheinungen für die Rechtsradikalen. Zudem bedeutete dies auch für die Polizei eine Zäsur, denn sie sah sich mit einer völlig neuen Herausforderung konfrontiert. Auch das Vorhaben der Ordnungkräfte nunmehr die gesamte 4 Kilometerlange Strecke des Demonstrationszuges der Neonazis abzusperren, passt in dieses Bild, denn Zitat: „Meine Prognose an dieser Stelle lautet, dass dieser Tao dazu führen wird, dass sich die Polizei auf Grund der recht plötzlich einsetzenden Entwicklung zeitweilig vor der schwierigen Herausforderung sieht, weiterhin Herr der Lage zu bleiben und deshalb stärker als zuvor interveniert“.

[..]

„Gegen 12:30 Uhr MESZT erreicht Venus Medium Coeli, die Himmelsmitte. Ihr Trigon zu Saturn im 1. Feld wirkt stabilisierend. Es besteht die Tendenz, dass sich die Situation zu diesem Zeitpunkt entspannter darstellt. Spätestens jedoch ab 14 Uhr, wenn der Aszendent über Saturn gegangen ist und sich dieser nunmehr im 12. Hause aufhält, baut sich das Spannungsfeld wieder auf.“

Gegen 12:30 Uhr rief Wolfgang Scheer an und gab durch, dass sich jetzt erst der Zug der Gegendemonstration in Bewegung setzt. Allerdings wurde der Demonstrationszug kurze Zeit später an der Ecke Wassmannstr / Fuhlsbütteler Str. von der Polizei gestoppt um zu verhindern, dass es zu Berührungen mit den Neonazis kommt.

Bis hierhin erkennen wir schon, wie schwierig Prognosen sind und wie sich die persönlichen Filter auswirken können. Bei mir kam eine Verzerrung dadurch hinein, weil auf Grund der fehlerhaften Annahme, dass sich beide Demonstrationszüge gleichzeitig in Bewegung setzen, die Ausgangslage völlig anders darstellte. Trotzdem wurden in der Prognose zeitlich bisher recht genau die markanten Ereigniszeiträume herausgearbeitet. Für mich selbst besonders interessant die Mond-Uranus-Konjunktion im Zusammenspiel mit dem Tao: Der massive Einsatz der Polizei auf der einen Seite, um die beiden Lager auseinander zu halten und gleichzeitig der Brand in der Nähe der U-Bahn, der den Zustrom der Neonazis verhindert.

Gerade jetzt um 13 Uhr gibt n24 durch, dass die Polizei nicht weniger als 5 Wasserwerfer aufgeboten hat. Außerdem habe unter anderem auch ein Stromausfall bei einer S-Bahn-Linie dazu geführt, dass das Gros der NPD-Anhänger den Demonstrationsort bisher nicht erreichen konnte.

Die Lage ist derzeit ruhig. Die Polizei baut mehr und mehr ihre Absperrungen aus, wie mir Wolfgang soeben berichtete. Ganz Barmbek scheint auf den Beinen, viele Menschen sind auf der Straße. Ich verfolge die weitere Enwicklung mit gespannt, denn ab etwa 14 Uhr steht Saturn nicht mehr im 1., sondern wechselt in das 12. Feld. Damit entsteht die Tendenz, dass Schutz- und Absperrungsmaßnahmen nicht mehr einwandfrei funktionieren …

13:30 Uhr: wie bestellt ruft Wolfgang an. Die Polizei sei sehr hektisch geworden, obwohl aus seiner Sicht noch alles sehr ruhig ist – abgesehen davon, dass die Gegendemonstration zunehmend recht lautstark wird. Zumindest ist es friedlich. Die Polizei nimmt an seinem Aufenthaltsort die Absperrungen ein gutes Stück zurück, schafft Raum. Die Ursache dafür erkennt er nicht. Ich gebe ihm den Hinweis, dass Saturn bald ins 12. Feld wechselt und die Schutzmechanismnen dann nicht mehr zuverlässig funktionieren. Er möge aufpassen. Wolfgang gibt an, dass sein Handy-Akku bald leer ist.

13:46 Uhr MESZT Wolfgang gibt durch, dass die Gegendemonstranten an mehreren Stellen zugleich eingekesselt werden. Der Lautsprecherwagen der Demonstration spricht zu der Menge. Er informiert darüber, dass Rechtsradikale ohne Polizeibegleitung in einigen Straßen unterwegs sind und warnt die Demonstranten.

14:00 Uhr MESZT: die n24-Nachrichten.
Der Berichterstatter vor Ort gibt an, dass die Rechtsradikalen immer noch an ihrem Platz verharren. Linksradikale Gegendemonstranten blockieren den Demonstrationsweg. Die Polizei steht zwischen den Fronten. Die offenbar gewaltbereiten Rechten sind zudem von den gewaltbereiten der Linken kaum zu unterscheiden. Schwarze Kleidung, dunkle Sonnenbrillen, Palästinensertücher hüben wie drüben. Die optischen Unterschiede verwischen.

14:20 Uhr MESZT. Wolfgang gibt durch, dass die Polizei offenbar versucht, den Rechtsradikalen den Demonstrationsweg frei zu machen. Einzelheiten kann er nicht ausmachen, denn er ist zu weit ab vom Geschehen. Allerdings stellt er in Richtung der Rechten sehr viel Unruhe fest.

14:23 Uhr MESZT: In seinem Anruf gibt Wolfgang an, dass es zu ersten Auseinandersetzungen gekommen ist. Aber wer gegen wen? Sein Akku ist fast leer, das Gespräch bricht ab ..

14:32 Uhr MESZT: Wolfgang ist wieder da. Die Polizei setzt in dieser Minute erstmalig Wasserwerfer ein, um die Linksradikalen daran zu hindern zu den Rechtsradikalen durchzubrechen. Letztere verharren immer noch an der gleichen Stelle, konnten ihren Demonstrationszug noch nicht beginnen.

14:44 Uhr MESZT: Polizisten sind unweit seines Standortes urplötzlich in die Fahrzeuge gesprungen, mit Blaulicht davongebraust und haben eine kleine Gruppe von rund 30 Demonstranten, die sie eben noch einkesseln wollten, verdutzt sich selbst überlassen. Im Stadtpark – so hört er – liefern sich Polizisten und Gegendemonstranten eine Verfolgungsjagd. In schwarz uniformierte Polizisten des Sondereinsatzkommandos isolieren einzelne Gegendemonstranten und greifen diese heraus. Soweit es für Wolfgang zu sehen ist, geht dabei alles gewaltfrei zu.

15:00 Uhr MESZT: n24-Nachrichten. Der NPD-Aufmarsch hat sich noch keinen Meter bewegt. Die Polizei geht gegen Gegendemonstranten vor, um den Weg für die NPD-demonstration frei zu machen. Trotz der eingesetzten Wasserwerfer bleibt das schwierig.

15:34 Uhr MESZT: Eine größere Gruppe – Wolfgang schätzt grob: eine Hundertschaft – gewaltbereiter Rechtsradikale hat jetzt von ihrer Seite aus die Polizeiabsperrung durchbrochen und lieferte sich gerade ein gutes Stück von dem Polizeiaufgebot entfernt eine heftige Schlägerei mit ebenso gewaltbereiten Linksradikalen, die offenbar in deutlicher Überzahl sind. Der linksradikalen Übermacht nicht lange standhalten könnend sind die Neonazis anschließend wieder in den Schutz der Polizeiabsperrung geflüchtet. Es gab Verletzte auf beiden Seiten.

15:51 Uhr MESZT: Wolfgang berichtet, dass nahe seines Standortes 5 oder 6 Kraftfahrzeuge mit ostdeutschen Nummernschildern lichterloh brennen. Wahrscheinlich handelt es sich um die Fahrzeuge Rechtsradikaler, die diese leichtsinniger Weise in der Nähe der Demonstration abgestellt haben.

16:00 Uhr MESZT: n24-Nachrichten. Der Aufmarsch der Rechtsradikalen hat vor kurzer Zeit auf einer anderen Route begonnen, nachdem die Polizei eine Straße geräumt hat. Die Anzahl der Rechtsradikalen hat sich stark vergrößert. Von rund 700 Rechtsradikalen wird gesprochen. So nach und nach scheinen die meisten den Weg zum Veranstaltungsort gefunden haben.

17 Uhr MESZT: n24-Nachrichten. In Hamburg-Barmbek brennen Autos, Mülltonnen und Müllcontainer. Im Stadtteil Barmbek herrscht der Ausnahmezustand. Die Polizei steht unter größtem Stress, die verfeindeten Gruppen auseinander zu halten. Den ca. 700 Rechtsradikalen stehen über 6.000 Linke gegenüber. Mir fällt dazu ein, dass das zweite MTH noch nicht aktiv ist. Mit dem Mars auf dem Medium Coeli und der Mond-Uranus-Konjuntion auf der Spitze 6 in diesem Horoskop steht Hamburg an diesem Tag noch einiges bevor.

18:20 MESZT: Wolfgang ist zu Hause angekommen, die Demonstrationen sind vorbei, die Ultrarechten befinden sich größtenteils auf dem Heimweg. Ihm steht der Sinn nach Erholung, danach seinen Durst zu löschen und nach Entspannung. ‚Was noch passieren könnte?‘, frage ich ihn – denn das 2. MTH steht ja noch aus. Da die Demonstrationen nun gelaufen sind könnte es vielleicht noch sein, dass es am Abend im Schanzenviertel wieder etwas lebhafter zugehen wird, denkt er. Viel geschehe aber eher nicht mehr. Wir werden es morgen wissen.

24:00 Uhr MESZT- n24-Nachrichten: Wir wissen es jetzt schon. Am Abend gab es im Hamburger Schanzenviertel wieder regelrechte Straßenkämpfe. Die Polizei setzt Wasserwerfer ein, um die Situation unter Kontrolle zu bringen.

Die Welt Online schreibt, dass am 01. Mai 2008 1100 Rechtsradikale auf zeitweise bis zu 6.600 Gegendemonstranten trafen. Es gab demnach rund 250 Fest- oder in Gewahrsnahmen, mehr als 20 der eingesetzten 2500 Polizisten seien verletzt worden.

Damit hat sich auch die Prognose für das 2. MTH, welches den Abend des 1. Mai umfasst, als richtig herausgestellt. Es hätte mich auch gewundert, wenn dies nicht der Fall gewesen wäre.

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Mai: 01 05 2008 - Posted by | Aktuell, Politik, Prognosen | , , , , , , , , , ,

1 Kommentar »

  1. Liebe Prognose-Fokussierer,

    Glückwünsch zu dieser tollen Aktion! Zur Prognose nun der zeitgenaue Vor-Ort-Bericht und der Abgleich mit dem Vorhergesehenen – das hat Klasse!

    Herzliche Grüße:
    Eva-Christiane

    Kommentar von ECW | Mai: 01 05 2008 | Antwort


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