Prognosefokus

Das mundanastrologische Forschungs-Journal

Die unbequeme Wirklichkeit

von Hans-Werner Wolters

Der Zeitraum 03.08.-05.08.2008 wurde im vorausgegangenen Artikel „Eskalation der Krisen“ ganz besonders hervorgehoben. Begründet war dies mit der sich aus Mars-Saturn-Uranus und Neptun bildenden Aspektstruktur, die weltweit gültig ist. Keine Region dieser Welt ist von den Auslösungen dieser Konstellation frei, doch macht sie sich in jeder Region auf andere Art und Weise bemerkbar. Im oben genannten Artikel wurden eingehender die USA, Afghanistan und Pakistan untersucht. Die Jahrestendenzen für China und Deutschland wurden bereits in der Interpretation der vor Monaten veröffentlichten Jahreshoroskope besprochen, die jedoch gemäß der Natur einer groben Jahresübersicht keinen Aufschluss über exakte Ereignistage im Kalenderjahr erlauben. Umso mehr ist es aber genau in diesen Fällen interessant, auf bestimmte Ereignistage bezogene Prognosen und Konstellationen mit dem tatsächlichen Geschehen zu vergleichen und deren Aussage im Hinblick auf die in der Jahres- Monats- oder Tagesprognose gemachten Angaben zu untersuchen. Die Bedeutung dieser markanten Konstellation für andere Staaten oder Regionen wurde nicht herausgearbeitet, was aber nicht davon abhalten soll zu überprüfen, ob es im genannten Zeitraum zu Ereignissen oder Entwicklungen gekommen ist, die sich mit den Begriffen „Eskalation“, „bedeutende Naturereignisse“, „mehr sichtbare Herausforderungen“, etc. umschreiben lassen.

Prognose und Entwicklung

Bezogen auf Politik und Wirtschaft zeigen sich logischer Weise Phänomene dort besonders deutlich, wo latente Krise vorhanden sind und somit der Nährboden für eine Eskalation gegeben ist. Alleine Witterungs- und Naturereignisse können diese Regel durchbrechen, wobei aber zum Beispiel bei Erdbeben besonders die Gebiete beobachtet werden sollten, die dafür in Frage kommen.

Im AbschnittUSA- Wirtschaft und Börse Mitte Juli bis Mitte August“ des vorgenannten Artikels wurde der Zeitraum Juli / August sehr skeptisch betrachtet. Da der Zeitraum 03.08.2008 – 05.08.2008 als Eskalationszeitraum angegeben wurde, müssen hier eindeutige Entsprechungen zu finden sein.

Selten waren die Medien so prall gefüllt mit Hiobsbotschaften, die das baldige Ende des Aufschwungs und dunkle Wolken am Himmel der Wirtschaft sehen. Damit dieser Artikel nicht die Geduld der Leser und Leserinnen über Gebühr beansprucht, sind hier nur einige wenige Meldungen herausgegriffen.

So schreibt der Spiegel schreibt heute, 05.08.2008:

Zitat:

Greenspan spricht von Jahrhundertkrise

Die Zeichen stehen auf Abschwung: Alan Greenspan, ehemaliger Chef der US-Notenbank, zeichnet ein dramatisches Bild der globalen Konjunkturkrise. Auch Deutschland droht, in die Rezession abzurutschen.

Quelle: http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,570048,00.html

Am 04.08. schreibt Marc Pitzke auf Spiegel Online

Zitat:

New Yorks Wirtschaft rutscht ab

Highlife war gestern: Die Malaise an der Wall Street reißt New Yorks Wirtschaft mit in die Krise. Banker fürchten um ihre Boni und die Stadtpolitiker um ihren Haushalt. Die Finanzlage ist schlimmer als nach dem 11. September 2001. Bürgermeister Bloomberg schlägt Alarm.

Quelle: http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,569593,00.html

Am gleichen Tag finden wir auf Spiegel Online:

Zitat:

Experte warnt vor Hunderten von Bankenpleiten

Düstere Warnung eines renommierten Ökonomen: Der New Yorker Professor Nouriel Roubini prophezeit noch Hunderten von Banken das Aus in Folge der Kreditkrise. Die Steuerzahler, sagt er, dürfte das extrem teuer zu stehen kommen.“

Quelle: http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,569850,00.html

Ungeachtet dessen, dass ich in meiner kurzen Jahresübersicht für Deutschland darauf hingewiesen habe, dass in diesem Jahr verstärkt mit Arbeitskämpfen zu rechnen ist und wir nun neulich gerade noch den Streik bei der Lufthansa zu verzeichnen hatten, so war in dieser Prognose vom November 2007 schon zu lesen, dass es zu Einbrüchen in der Exportwirtschaft kommt und in diesem Kontext auch als sicher angesehene Arbeitsplätze gefährdet sind. Im November 2007 – als ich meine Deutschlandprognose schrieb – hat niemand von einer Rezession gesprochen und zu diesem Zeitpunkt gab es außer den astrologisch relevanten Konstellationen keinerlei Anzeichen dafür, dass eine solche Entwicklung in diesem Jahr stattfinden könnte. Die Wirklichkeit sieht heute so aus,

denn ebenfalls am 04.08. schreibt der Spiegel:

Zitat:

Industrie erwartet „grottenschlechte“ Auftragslage

Aufschwung ade: Der deutschen Industrie droht nach Ansicht von Experten im Winter ein Mangel an Aufträgen. Dem Ifo-Institut zufolge beurteilen Firmen ihre Lage so schlecht wie seit zwei Jahren nicht mehr. Jetzt sollen Jobs abgebaut werden, Analysten korrigieren ihre Prognosen nach unten.

Quelle: http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,569811,00.html

Im Weltgeschehen zeigten sich ferner außenpolitisch unter anderem folgende Entwicklungen: In China fielen 16 Polizisten einem Terroranschlag zum Opfer, dessen politische Folgen noch nicht abzusehen sind. Im Kaukasus entbrennt gerade ein neuer Krieg http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,570016,00.html, zwischen Afghanistan und Pakistan verschärft sich die Lage auf Grund eines Anschlages in Kabul, bei welchem seitens der USA nicht ausgeschlossen wird, dass der pakistanische Geheimdienst die Aufständischen dabei unterstützt hat. (Quelle: http://www.telepolis.de, Artikel „Bush macht den Obama“ von Thomas Pany vom 30.07.2008). Dabei nehmen die Verletzungen pakistanischen Hoheitsgebietes beim Kampf gegen die Taliban durch alliierte Truppen zu. Genau dies habe ich in meiner Pakistan-Prognose für 2008 in einem astrologix Betrag prognostiziert. Titel: „Kriegsgefahr für Pakistan in 2008?“ Das die USA zusammen mit den irakischen Streitkräften am 30.07. eine Großoffensive gegen die Aufständischen begonnen haben, geht in den Nachrichten fast unter. Genauso ist kaum mehr etwas davon zu lesen, dass sich die Fronten im Konflikt um die Urananreicherung zwischen dem Iran und den USA immer weiter verhärten und das Ultimatum an den Iran Tag um Tag verstreicht. Deutschland wird zudem immer mehr in die Auseinandersetzungen in Afghanistan hineingezogen, nachdem nun AWACS an den Hindukusch gebracht werden sollen (Quelle: http://www.zeit.de/online/2008/29/afghanistan-awacs). Nach dem Entsenden der ersten Kampfeinheit nach Afghanistan ist dies nun schon die zweite Erweiterung von militärischen Außeneinsätzen binnen eines Jahres, was thematisch in meiner Deutschlandprognose für 2008 ebenfalls angesprochen wurde. (https://prognosefokus.wordpress.com/2008/04/27/deutschland-2008-teil-1/) Zudem wurde gerade bekannt, dass Zentral-China abermals von einem Erdbeben der Größe 6.0 getroffen wurde. (http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,570139,00.html). Hier erkennen wir die geophysikalische Entsprechung der prognostizierten Eskalation zwischen dem 03.08. und dem 05.08.2008. Unter diese Rubrik Naturereignisse fällt auch sicherlich der Tornado, der gestern in Nordfrankreich gegen 23 Uhr binnen weniger Minuten eine 10 Kilometer lange Spur der Verwüstung hinterließ und Teile der Stadt Hautmont verwüstete. Drei Todesopfer und neun Verletzte forderte der Tornado wie die Tagesschau berichtete. Zwei markante Naturereignisse mit jeweils zerstörender Wirkung mit nur wenigen Stunden Abstand, die dem selben analogen Ordnungsschema folgen.

Unbequeme Tatsachen

Ein Zusammenhang zwischen Gestirnskonstellationen und irdischen Entwicklungen wird von kaum berufener Stelle immer wieder bestritten, gerne werden besonders geeignete Exponate vorgeführt, mit denen dies belegt werden soll. Seiten wie http://www.wahrsagercheck.de versuchen immer und immer wieder in missionarischem Eifer die Welt davon zu überzeugen, dass ein wie auch immer gearteter Zusammenhang zwischen Kosmos und Mensch nicht existiert und alle Astrologen dieser Welt im günstigsten Falle leicht- oder abergläubische Dummköpfe, im weniger günstigen Falle geschäftemachende Scharlatane sind. Es soll sogar einen amerikanischen Skeptiker geben, der ein Preisgeld von 1 Million Dollar ausgesetzt hat für den, der nachweist, dass es den von der Astrologie angenommenen Zusammenhang zwischen kosmischen Abläufen und irdischen Prozessen gibt. Nun: da es mir mit meinen zum Teil tagesgenauen Prognosen nun schon mehrfach und überprüfbar gelungen ist nachzuweisen, dass es diesen Zusammenhang gibt, stelle ich gerne meine Kontonummer zur Verfügung. Meine Einschätzung zur Wahrscheinlichkeit der Überweisung des Preisgeldes dazu ist jedoch nicht von Optimismus geprägt, da es gerade den Skeptikern darum geht, mit aller Macht ein Weltbild zu erhalten, in dem sie sich zurecht finden. Es muss in diesem Weltbild sehr übersichtlich zugehen und genau deshalb hat die Astrologie darin keinen Platz – egal ob sie nun funktioniert oder nicht. Es ist nicht anzunehmen, dass selbst umfangreichste Prognosen bei erreichter größtmöglicher Treffergenauigkeit daran etwas ändern können. Die möglichen Hintergründe dieses Phänomens zu untersuchen könnte eine lohnenswerte Aufgabe sein, da sich viele Menschen oft vor dem fürchten, was sie nicht verstehen.

Teilerfolge unter schwierigen Bedingungen

Astrologische Forscher arbeiten in der Freizeit an ihren privaten Projekten und völlig zurückgezogen in etwa vergleichbar mit einigen Forschern im 18. und 19. Jahrhundert. Es gibt weder öffentliche Mittel noch Sponsoren, die diese Forschung unterstützen. Für Umfang und Gehalt der Prognose aber ist es bedeutsam, wie viel Zeit für den Prognostiker darauf verwendbar ist, wie viel Aufwand er betreiben kann. Ein Naturwissenschaftler, der getragen von öffentlichen Zuwendungen keinen Gedanken darüber verschwenden muss, wie gründlich er in ein Thema einsteigen kann und für seine ganztägigen Studien allmonatlich ein Gehalt erhält, steht natürlich völlig anders da, als ein astrologischer Forscher, der weiß, dass er nur einen Bruchteil dessen berücksichtigen kann, was eigentlich berücksichtigt werden müsste um die Leistungsfähigkeit dieser Disziplin vollends zu demonstrieren und der zu allem Überfluss noch Tag für Tag damit verbringen muss, seinen Lebensunterhalt in anderen Jobs zu bestreiten. Die erstellten und veröffentlichten Prognosen hier im Prognosefokus stellen somit einen Spagat dar. Sie müssen unvollständig bleiben, sie können nicht alles berücksichtigen, sie werden stets nur eine Idee von dem vermitteln, was möglich sein könnte, nie aber zeigen, was wirklich möglich ist – wenngleich da auch meine Prognose zum 1. Mai für Hamburg schon etwas deutlicher heranreicht.

Schätze die gehoben werden wollen

Man muss nicht sonderlich tief graben. Wenn wir uns nur vorstellen, dass es weniger als eine Handvoll Sponsoren gäbe, die sich den Luxus und der Welt das Geschenk bereiten, astrologische Forschung zu fördern, dann wäre die Annahme nicht zu kühn davon auszugehen, dass es binnen von 3 bis 5 Jahren fest umrissene astrologische Methoden gäbe, die ihrerseits Anwendungen erlauben, welche in den verschiedensten Bereichen aus Industrie und Wirtschaft zu beträchtlichen Einsparungen bzw. Steigerungen der Erträge führten. Genauso können sich Synergie-Effekte zwischen der Kosmophänomenologie und anderen Disziplinen herauskristallisieren. Das letztgenannte von diversen Projekten astrologischer Grundlagenforschung profitieren könnten, wird nur so lange als sehr unwahrscheinlich angesehen werden können, solange es nicht zum Dialog gekommen ist.

„Eskalation der Krisen“ beschreibt den Zeitraum Juli-August 2008.
Das Ende des prognostizierten Zeitraumes ist noch nicht erreicht…

Hans-Werner Wolters

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August: 05 08 2008 Posted by | Aktuell, Prognosen | , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | 3 Kommentare

Eine Vision wird Wirklichkeit

Die ersten Schritte sind getan.
Die erste, im Layout noch sehr bescheidene Version des Prognosefokus steht.

Was ist der Prognosefokus?
Der Prognosefokus ist ein unabhängiges Online-Journal für die mundanastrologisch-prognostische Forschung. Hier werden astrologische Prognostiker ihre Mundanprognosen veröffentlichen und dabei ihre Arbeitsweise demonstrieren. Dabei werden ihre Methoden, Verfahren und Ergebnisse lebendig diskutiert werden. Hier können prognostische Forscher die Ergebnisse ihrer Arbeit vorstellen, hier können sie wenn sie es wünschen auch im sportlich-kollegialen Wettstreit mit anderen Prognostiker ihre Prognosen zur gleichen Fragestellung abgeben. So entsteht Transparenz und über diese die Vergleichbarkeit.

Die Autoren
Die Autoren des Prognosefokus verpflichten sich zu politischer Korrektheit, die Pflicht zur Einhaltung ethischer Grundsätze ist nicht diskutierbar. Der Progostiker steht zudem gewissermaßen über den Dingen, einseitige ideologische Vorlieben münden zumeist in Filtern, die das Feld der Wahrnehmung einengen. Für den Prognosefokus geeignete Beiträge werden unabhängig von der verwendeten Methode, der Schulrichtung oder Vereinszugehörigkeit des Autoren veröffentlicht.

Die Väter dieses Kindes
Die Idee und die Freude an der Zusammenarbeit in der mundanastrologischen Forschung ergab sich in der Begegnung von Wolfgang Scheer und mir, die wir uns beide dem großen Feld der Astrologischen Forschung verschrieben haben. Dabei gebührt Wolfgang der Lohn für die einmalige Idee, die Prognostiker, deren Methoden und Prognosen auf einer Plattform direkt in den Vergleich zu setzen. Gemeinsam ist uns daran gelegen, zu anderen Prognostikern Verbindungen aufzubauen und die Kommunikation, den ideellen Erfahrungs- und Gedankenaustausch in unserer Zunft zu fördern – unabhängig und fern von Verbandslobbyisten, Wirtschaftsinteressen, Schulrichtungen oder sonstigen Befindlichkeiten.

Hans-Werner Wolters

April: 24 04 2008 Posted by | Der Prognosefokus, Geschichte | , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar